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18. Juli 2026 · Fiktive Fallstudie · Bildende Kunst

Mit Gliederfigur und Kamera zur Bildidee

Transparenzhinweis: Mira Feld ist eine fiktive Künstlerin. Die Fallstudie beschreibt einen technisch realistischen, exemplarischen Arbeitsprozess mit der integrierten Kamerafunktion der HapticAI-PWA.

Wie eine bewusst inszenierte Pose zur objektiven Ausgangsbasis wird – und erst durch persönliche Bedeutung, emotionale Zielsetzung und kreative Entscheidungen zu einem eigenständigen Bildprozess heranwächst.

DisziplinDigitale Malerei
EingabeKamera + Gliederfigur
WerkzeugHapticAI PWA
NachweisCreative Process Report

Die Ausgangsidee

Für eine Serie über Widerstand und innere Öffnung wollte ich nicht mit einem fertigen Textprompt beginnen. Mich interessierte vielmehr, ob sich eine körperliche Spannung zunächst als physische Form gestalten lässt. Dafür nutzte ich eine einfache Gliederfigur als haptisches Modell.

Ich stellte die Figur auf einen kleinen Sockel und entwickelte die Pose schrittweise mit den Händen: Der Oberkörper lehnte zurück, der Kopf war leicht angehoben, ein Arm öffnete sich nach außen, während der andere dicht am Körper blieb. Die Beine erzeugten Stabilität, aber keine Ruhe.

Erfassung mit der integrierten Kamera

Die HapticAI-PWA nutzte die Kamera des Tablets. Nach dem Ausrichten erfasste ich die Gliederfigur direkt im vorgesehenen Bildausschnitt. Die Aufnahme wurde auf die Figur konzentriert und anschließend von der Poseanalyse ausgewertet.

HapticAI beschrieb zunächst ausschließlich sichtbare Merkmale. Die Anwendung entschied nicht, was die Pose „bedeutet“. Sie dokumentierte Kopfhaltung, Rumpforientierung, Armstellungen, Beinstellung, Offenheit, Symmetrie, Dynamik und Stabilität.

HAPTICAI CAMERA CAPTUREPOSE VALIDATED
[HAPTICAI POSE V1.0]
HEAD_DIRECTION=UP
HEAD_TILT=SLIGHT_LEFT
TORSO_LEAN=BACKWARD
LEFT_ARM=OPEN_OUTWARD
RIGHT_ARM=CLOSE_TO_TORSO
LEG_STANCE=STABLE_ASYMMETRIC
OPENNESS=MEDIUM
DYNAMISM=HIGH
SYMMETRY=LOW
BALANCE=CONTROLLED
CONFIDENCE=0.88

Objektive Beschreibung ist noch keine Aussage

Die Analyse ergab eine offene, dynamische und asymmetrische Pose. Diese Beschreibung war hilfreich, aber noch nicht meine künstlerische Aussage. Dieselbe Haltung könnte je nach Kontext Befreiung, Abwehr, Tanz, Erschöpfung oder Trotz darstellen.

Genau deshalb trennte ich die objektive Pose von meiner persönlichen Deutung.

Meine subjektive und emotionale Ebene

Die Figur öffnet sich nicht aus Leichtigkeit. Sie hält etwas zurück und entscheidet sich dennoch bewusst für Bewegung.

Als emotionale Zielsetzung legte ich Spannung, verletzliche Entschlossenheit und einen vorsichtigen Aufbruch fest. Die Pose sollte nicht heroisch erscheinen. Mir ging es um einen Moment zwischen Schutzreflex und Öffnung.

Objektivzurückgelehnter Rumpf, angehobener Kopf, asymmetrische Armhaltung, stabile Beine
Subjektivinnere Abwehr bei gleichzeitiger Bereitschaft zur Veränderung
Emotionalverletzliche Entschlossenheit, Spannung, vorsichtiger Aufbruch
Kreativfigurative Abstraktion, starke Diagonalen, reduzierter Raum, sichtbare Pinselspuren
Textkeine Gliederfigur zeigen, keine Analyse erwähnen, keine triumphale Heldengeste

Der Künstler bleibt im Prompt Composer

HapticAI überführte die Ebenen in einen editierbaren Gesamtprompt. Ich reduzierte die technische Posebeschreibung an einigen Stellen und verstärkte die räumliche Spannung. Außerdem ergänzte ich eine diagonale Lichtführung und eine matte, fast kreidige Oberfläche.

Wichtig war mir der abschließende Hinweis, dass das generierte Bild weder eine Gliederfigur noch einen Analyseprozess darstellen sollte. Die physische Figur war ein Werkzeug zur Formfindung – nicht das spätere Bildmotiv.

Varianten und menschliche Auswahl

Die erste Generation war zu dramatisch und wirkte wie eine Bühnenszene. In der zweiten Variante war die Körperform überzeugender, aber die Farbigkeit zu harmonisch. Für die dritte Generation veränderte ich selbst die kreative Ebene: weniger Kontrast, mehr Leere, eine gebrochene Vertikale und eine zurückhaltende Farbskala.

Erst diese Fassung nutzte ich als Ausgangspunkt für eine digitale Übermalung. Ich veränderte Gesichtslosigkeit, Kontur, Schulterlinie und Hintergrund. Die finale Komposition entstand somit aus haptischer Posegestaltung, visueller Erfassung, persönlicher Interpretation, mehreren Promptrevisionen, Auswahl und manueller Weiterbearbeitung.

Dokumentierter Schöpfungsprozess

  1. Haptische GestaltungDie Künstlerin formt die Pose unmittelbar an der Gliederfigur
  2. KameraaufnahmeDie HapticAI-PWA erfasst die selbst gewählte Anordnung
  3. Objektive PoseanalyseSichtbare Merkmale werden getrennt von ihrer Bedeutung dokumentiert
  4. Persönliche DeutungSubjektive und emotionale Aussage stammen von der Künstlerin
  5. Kreative KompositionStil, Licht, Materialität, Ausschlüsse und Bildabsicht werden festgelegt
  6. Iteration und AuswahlVarianten werden bewertet, verworfen und gezielt verändert
  7. Manuelle FinalisierungDigitale Übermalung und bewusste kompositorische Eingriffe
  8. Creative Process ReportAufnahme, Analyse, Eingaben, Versionen, Ergebnisse und Hashes

Was der Report sichtbar macht

Der Report hält die Kameraaufnahme, die objektive Posebeschreibung, meine persönlichen Bedeutungen, meine kreativen Vorgaben, jede Promptrevision, die erzeugten Varianten und meine Auswahlentscheidungen fest. Die finale Datei und die dokumentierten Zwischenschritte werden mit Hashwerten referenziert.

Der Bericht behauptet nicht automatisch einen urheberrechtlichen Schutz. Er zeigt aber konkret, dass Form, Bedeutung, emotionale Ausrichtung, Auswahl und Weiterbearbeitung aus einem menschlich geführten Prozess hervorgegangen sind.

Die Pose war mein erster Pinselstrich.Die Kamera machte ihn digital erfassbar, HapticAI strukturierte den Prozess und die KI wurde zu einem weiteren Werkzeug innerhalb meiner Gestaltung.